Die ehemals freie siebenbürgische Gemeinde Zied liegt 6 km südlich von Agnetheln zwischen den Harbachhochland und der Fogarascher Senke. Laut Siedlungsforschern ist Zied eine sogenannte Sekundärsiedlung. Die jüngere Forschung sieht es als wahrscheinlich an, dass die ersten westeuropäischen Siedler zwischen den Jahren 1147-1149 sich in Siebenbürgen niederließen. Dieses geschah zunächst von der Zibinsebene ausgehend, entlang eines schmalen Streifens, der ehemals von den Seklern bewohnt wurde, in östlicher Richtung. Dementsprechend gehört Zied zu den Orten, die noch in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhundert gegründet wurden.

Sie können, wenn Sie es möchten, etwas über die Geschichte von Zied im siebenbürgischen Kontext erfahren, desgleichen über die unterschiedlichen Namen des Ortes in Laufe seiner achthundertjährigen Geschichte und seine Gemarkung. 

Die Ortsnamen

Die schriftlichen Quellen führen das Dorf und dessen Bewohner seit der Ersterwähnung im Jahre 1323 unter verschiedenen Namen in zahlreichen Schreibvarianten an. Diese gehen alle auf die ungarische Bezeichnung „Vessződ“ zurück, was sinngemäß „Rutendorf“ heißt („vessződ“ ist ungarisch „Rute“). Dieser Name deutet auf eine ursprünglich seklerische Siedlung hin.

Während der Eroberung Siebenbürgens durch die Ungarn hatte deren König um das Jahr 1100 hier zur Grenzsicherung Sekler angesiedelt. Im 13. Jahrhundert wurden die Sekler dann an die Karpatenpässe im südöstlichen Siebenbürgen vorgeschoben, um dort als Grenzwächter gegen Petschenegen, Kumanen und andere Völker der eurasischen Steppe Widerstand zu leisten. Wann die ersten „sächsischen“ Siedler in Vessződ ansässig wurden, ist nicht genau nachvollziehbar.

Hier die namentlichen Erwähnungen des Ortes im Laufe der Jahrhunderte:
1. Sydo (1323) – diese Ersterwähnung lässt sich nicht eindeutig auf den späteren Ort Zied lokalisieren.
2. Wozzodia (1337), Wessodia (1373, 1527), auch Vassodia (1527) – latinisierte Varianten des ungarischen Namens „Vessződ“;
3. Weszod (1488 – 1500), Weszewd (1494, 1506), Wesewdt und Wessewdt (1509), Wesseud (1554), Weszendt (1556), Vezzedt (1583), Veszöd und Vesszöd (1663) – alles Varianten des Ungarischen oder Ableitungen davon;
4. Wesseden (1532), Zewden (1555, 1557), Zewd und Zewdt (1557-1558), Zoiden (1559), Ziden (1583), Zitt (1650), Zeid (1678), Cziedt (1748), Zied (ab dem 18. Jahrhundert) – eingedeutschte Namen.

Durchgesetzt hat sich letztlich Zied (in allen aufgeführten Schreibweisen), entstanden durch die Reduktion (Wegfall) der betonten Silbe „Ve“ aus Vessződ.
Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert wird das Dorf unter dreisprachiger Namensnennung geführt:

Szász Vesződ (ungarisch), Ziedt, später nur Zied (deutsch), Veseud (rumänisch).

Quelle: Dr. Irmgard Sedler

Das Zieder Buch

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